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Der Floßverein nannt sich bei seiner Gründung am 14. Januar 1864 noch „Flößer-Verein“
und hatte den Zweck, hilfsbedürftige Mitglieder zu unterstützen. Ferner war es ein
Zusammenschluss von Personen, die dem Flößerstande angehörten und die sich außerdem
die „gesellige Unterhaltung“ vorgenommen hatten. Wirkliche Mitglieder konnten nur
Personen mit Wohnsitz in Unterrodach sein, auswärtig wohnende Personen konnten als
Ehrenmitglieder aufgenommen werden. Guter Leumund war Voraussetzung für die Aufnahme
in den Verein. Neben einer Aufnahmegebühr war ein vierteljährlicher Beitrag zu leisten.
Die Mitgliederzahlen entwickelten sich von 143 bei der Gründung auf den Höchststand
von 185 in den Jahren 1875 und 1877 und sackten sehr deutlich von 177 im Jahr 1880
auf 132 im Jahr 1890 ab. Ein weiterer deutlicher Rückgang der Mitgliederzahl ist
in den Jahren 1930 bis 1935 von 89 auf 57 festzustellen. Bei der Einstellung seiner
Tätigkeit im Jahre 1948 hatte der Verein noch 32 Mitglieder.
Um das Kapital des Vereins zu vergrößern, beteiligte sich dieser zeitweise am Holzhandel.
Nach Einführung der Sozialversicherungen Ende des 19. Jahrhunderts veränderte sich
der Verein weitgehend zu einer Sterbekasse.
In einer Mitgliederversammlung am 22. Februar 1948 beschlossen die Mitglieder den
Verein ruhen zu lassen, aber nicht aufzulösen.
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